Online Theater 2017

Romeo und Julia in Lichtenhagen

Hi Freaks,

morgen, Samstag um 15 Uhr, ist das nächste Treffen im Literaturhaus Rostock. Ab ca. 13 Jahren könnt ihr am kostenlosen Medienprojekt teilnehmen. Platz und Rollen haben wir noch, Fahrscheine und lecker Happahapp auch.

Anmeldung bitte unter: lifson@literaturhaus-rostock.deruj-2017pink_web_rear

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Fake News oder LOVE IS NOT A VICTORY MARCH

Wir schreiben das Jahr 2017. Donald Trump wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und ich werde Gastdozentin an der Universität Rostock. Finde den Fehler! Kleiner Tipp: man kann das Wort „Dump“ daraus bilden.

2017 ist auch das Jahr, in dem sich die „Ausschreitungen in Rostock -Lichtenhagen“ zum 25. Mal jähren. So heißt das offiziell: Ausschreitungen.

Im Literaturhaus Rostock beginnen wir gerade den dritten und finalen Durchlauf des Projektes „Romeo und Julia in Lichtenhagen – Alles Fake“. (Memo an mich: 100 Rubel auf „Fake News“ als Unwort des Jahres 2017 setzen.)

Das Projekt für PädagogikstudentInnen zu „Einsatz digitaler Medien im Unterricht“ aufzudröseln, wird `ne echte Aufgabe. Zur Erinnerung: wir spielen Romeo und Julia in der heutigen Zeit in verschiedenen Social Networks nach.

Mal sehen, wir haben:

1. Was war noch mal in Lichtenhagen und wie geht englische Syntax? Fächerübergreifend, sehr gut.

2. Bewusstsein für die virtuelle Bühne schaffen aka: Die Rolle, mein Avatar und Ich. Knoten im Kopf bekommen und wieder lösen: Check.

3. Wie kann ich auf den verschiedenen Plattformen eine Geschichte erzählen? Auf Twitter nicht linear, auf Instagram hauptsächlich als Bildunterschrift, auf Snapchat nur kurz. Sehr kurz.

4. Integration: Warum das eigentlich? Integration geht davon aus, dass es eine Normgruppe gibt, von welcher andere Gruppen auf Grund einer Gemeinsamkeit (zum Beispiel rote Haare) ausgeschlossen sind und man jetzt alles versuchen muss, diese Gruppe einzugemeinden, z.Bsp. mit Haartönung oder Perücken oder einer Ist-mir-doch-egal-ob-sie-mich-ärgern-Einstellung. Merkste selber, ne?

Da das Projekt auch für nicht deutsche Muttersprachler geöffnet ist, können wir die unterschiedlichen Startbedingungen ausgezeichnet nutzen.

5. Gender: Wenn bei uns ein Mädchen Romeo spielt/ einen Avatar erschafft, der eine männliche Rolle darstellt, merkt das kein Mensch und die Girls gehen auf dem Schulhof auf Recherche-Tour: „Was reden die Jungs da eigentlich und warum?“

6. Hypertext Hopping: Wenn Du, ja DU, zum Beispiel einem der Links im Text hier gefolgt bist, wirst Du vom Leser zum Kreateur und wenn DU dann noch im Projekt auf dem Profil von Julia etwas kommentierst, zum Lese-Autor (Stephan Porombka, Hypertext. Zur Kritik eines digitalen Mythos, Wilhelm Fink Verlag, 2001) – und wir ahnen schon, die Möglichkeiten sind endlos.

Die größte Herausforderung: aus dem Gedankenkonstrukt etwas Begreifbares, etwas Vorzeigbares zu machen. Drückt mir die Daumen!

Hotspots 2016 – Heimat und Exil: Der Clipdreh zu Babel

Deutsch, Arabisch, Englisch…alles dabei und ich bin nicht ganz sicher, ob wir hier einen Drehplan erstellen oder doch das Rezept von Oma Rosis Knödeln ins Arabische übersetzt haben. Jedenfalls geht es vorwärts immer und rückwärts nur, wenn einer über`s Kabel stolpert. Was wir bis jetzt gelernt haben: Karsten hat mehr Geduld, als wir dachten, Bashar sagt auch ja, wenn er nein meint, Besher springt auch ungesichert auf den Barhocker, wenn wir mehr Licht brauchen, Alisa ist eine Dichterin, Mathilda komponiert zu Not auch a u f dem Klavier (also oben drauf) und Katharina hat keine Ahnung, wo der Aufnahmeknopf ist. Das erste Team hat die erste und die letzte Szene im Kasten, den Mittelteil schaffen wir auch noch. Der Poetryclip wird ein Musikvideo und die Teenies haben sich das Thema „Kindheit“ ausgesucht.

Hotspots – Heimat und Exil

Die Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienstimg_0217 der AWO in Rostock (Wahnsinn, was die da mit den paar Leuten stemmen) erweist sich als sehr fruchtbar. Herr Segert von der AWO teilt sich anscheinend das Motto mit dem United States Marine Corps: „Niemand wird zurückgelassen“ und erinnert mich daran, dass wir die Ansprache für das Projekt mindestens in arabisch, englisch, persisch und russisch ergänzen müssen. Zwei syrische Filmemacher sind als Ehrenamtler dabei und das Rostocker Team kann sich sehen lassen: Karsten Kranzusch als Regisseur und Richard Jacobi als Cutter, beide ROSTOCKER SCHULE, werden den „international Teenies“ aka ITs beratend zur Seite stehen und Mudumat wird die interaktive Karte bauen, auf der die Poetryclips dann zusehen sein werden. Erste Inhalte stehen, ich sag nur: Strand und Straßenmusiker! #hotspotsheimatundexil